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Wart' mal schnell

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Henry Ford … prophezeite: „Ich werde ein Auto für die breite Masse bauen … Es wird so niedrig im Preis sein, dass jeder, der ein gutes Gehalt bezieht, Besitzer eines solchen Wagens werden kann – und sich mit seiner Familie in Stunden der Freude an dem ergötzen kann, was Gott an großen Weiten geschaffen hat …“

In der Tat, vieles davon ist eingetreten. Wir sind ein Volk von Autofahrern geworden … Daneben lag Ford jedoch mit seiner Prognose, dass sich die Autobesitzer mit Freude an jenem ergötzen werden, „was Gott an großen Weiten geschaffen hat“. Das tun heute viel eher jene, die ihr Auto stehen lassen, die zu Fuß gehen oder sich des Fahrrads bedienen. Das Auto als Verkehrsmittel für die breite Masse hatte nämlich zur Folge, dass es schließlich immer weniger dieser gottgeschaffenen Weiten gibt und dass die noch erfahrbaren immer seltener fürs „Ergötzen“ zur Verfügung stehen. Das Auto ist zuallererst ein Mittel zur ziellosen Flucht geworden.

So endet das Ford’sche Glücksversprechen im kilometerlangen Stau und in den großen Weiten, die nicht Gott geschaffen hat, sondern der saure Regen und die Betonindustrie … Weder auf der Schnellstraße noch auf dem … Highway werden wir zu jener Geduld kommen, die laut biblischer Verheißung der Schlüssel zum Himmelreich und zum Genuss von Gottes großen Weiten ist.

Entnommen aus: Karlheinz A. Geißler „Wart‘ mal schnell. Wie wir der Zeit ein Schnippchen schlagen“, Herder spektrum, Freiburg

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